Es begann alles, als ich Ende 2023 eine zweiwöchige Reise nach Mexiko buchte. Ich war schon immer fasziniert von dem Land, seinen Landschaften und seiner reichen Geschichte, besonders von der Kultur der Maya und Azteken. Tatsächlich war eines meiner ersten Schulprojekte als Kind über die Azteken, obwohl ich mich nicht mehr daran erinnere, wie ich erstmals auf diese alten Zivilisationen aufmerksam wurde.
Je näher die Reise rückte, desto stärker spürte ich eine Aufregung, die ich seit Jahren nicht mehr erlebt hatte, fast wie ein Kind vor einem großen Abenteuer. Ich wollte jeden möglichen Moment dieser Reise festhalten, von den atemberaubenden Landschaften bis zur lebendigen Kultur. Dafür entschied ich mich, mich vollständig auszustatten: Ich nahm meine Actionkamera, meine bewährte Kamera mit Objektiven und mein Smartphone mit. Mit dieser Kombination fühlte ich mich bereit, alles zu dokumentieren, was die Reise zu bieten hatte.
Während dieser zwei Wochen hielt ich unzählige Momente fest, große wie kleine. Auch wenn ich bisher nur kurze Clips auf Instagram und TikTok geteilt habe, markierte diese Reise den Beginn meiner Faszination für Videografie. Es ist ein Medium, das sich von der Fotografie unterscheidet. Es ermöglicht mir, Bewegung, Klang und Atmosphäre auf eine Weise zu erkunden, wie ich es zuvor nie konnte.
Am meisten fasziniert mich an der Videografie die Kraft der Bearbeitung. Anders als die Fotografie, die oft einen einzigen Moment einfängt, gibt mir die Videografie die Flexibilität, mehrere Geschichten aus derselben Erfahrung zu erzählen. Das gesammelte Material kann geformt, umgeformt und neu interpretiert werden, wodurch völlig unterschiedliche Erzählungen entstehen, je nach Ansatz. Es erinnert mich an Raymond Queneaus Stilübungen, in denen dieselbe Geschichte in zahllosen Variationen erzählt wird. Videografie bietet dieselbe kreative Freiheit, die Möglichkeit, sich auf unterschiedliche Details zu konzentrieren, Perspektiven zu wechseln und die Stimmung zu verändern, alles innerhalb desselben Materials.
Obwohl ich noch ganz am Anfang dieser kreativen Reise stehe, bin ich begeistert von den Möglichkeiten, die die Videografie bietet. Es geht darum, nicht nur das festzuhalten, was ich sehe, sondern auch das Gefühl, dort gewesen zu sein, das Wesen des Ortes und der Erfahrung. Zurzeit konzentriere ich mich darauf, so viel wie möglich zu lernen, von Aufnahmetechniken bis hin zur Bearbeitung, und freue mich darauf, in diesem neuen Bereich zu wachsen.